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| Ansprechpartner: | Prof.
A. Schweikard
L. Matthäus
| T.: 0451 - 5005200
| Adresse:
| Universität zu Lübeck
Ratzeburger Allee 160
23538 Lübeck
| | www.rob.uni-luebeck.de |
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| Zielsetzung / Entwicklungsaufgaben |
Das Modul "Laparoskopieassistent" untersucht die erforderlichen
Methoden und entwickelt Softwarewerkzeuge zur patienten individuellen
schonenden laparoskopi- schen Leberoperation mit Navigation des
laparoskop ischen Instrumentariums. Zur Operationsunter- stützung
werden patienten individuelle Daten aus der Planung in die
laparoskopische Bildgebung (Ultraschall, Video) eingeblendet. Zur
Registrierung des laparoskop ischen Ultraschalls auf präoperative Daten
werden anatomische Landmarken der Leber markiert und auf das
präoperative Modell registriert. Dann erfolgt eine Rückübertragung von
relevanten Befunden (z.B. Lebergefäße, Tumore) und abgeleiteten funktionellen Planungsdaten (z.B. berechnete
Pringle-Linie, optimierte Resektionslinien, arterielle und venöse
Gefäßteretorien). Diese werden schrittweise den laparoskopischen
Bildern über- lagert.
Zunächst wird das Verfahren der laparoskopischen intraoperativen
Navigation mit Ultraschall verwirk- licht und in Organ- und
Tiermodellen evaluiert werden. Als zweiter Schritt erfolgt dann die
Übertragung der präoperativen Planungsdaten auf den laparoskop ischen
Situs und die Darstellung der Daten im optischen und US-Bild. Ziel ist
die bestmögliche Echtzeitfähigkeit des Verfahrens. Grundlage der
Navigation bildet dabei die sensorgetriebene Erfassung der Deformation.
Dazu wird im ersten Schritt
eine teilmanuelle landmarkenbasierte Initialregistrierung mit
Ultraschall und optischen Daten durchgeführt. Nach der initialen
Registrierung wird mit einer schnellen Realzeitsensorik
(Beatmungsgerät, Kraft- und Infrarotsensorik) ein Signal ermittelt,
welches die Bestimmung der aktuellen Deformation und Lage der Leber via Korrelation erlaubt. Die Entwicklung und
Erprobung wird in Zusammenarbeit mit der Klinik für Chirurgie des
Universitäts klinikums Lübeck zunächst in Organ modellen und im
Tierexperiment und später im FUSION-OP erfolgen.
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| Problemlösungen / Anwendungsnutzen |
Die Navigation im Weichgewebe stellt noch immer eine große und
teilweise ungelöste Herausforderung dar. Mit der Realisierung des hier
vorgestellten Moduls wird ein wichtiger Schritt zur Lösung dieses
Problems unternommen. Zum einen können die gewonnen Ergebnisse mit
großer Wahrscheinlichkeit auf andere Weichgewebe wie Niere oder
Bauchspeicheldrüse übertragen werden. Zum anderen sind die Erfassung
der Deformation und die genaue Vorhersage der Lage des Tumors eine
unabdingbare Voraussetzung, um in anderen Therapieformen für
Krebspatienten wie zum Beispiel der Bestrahlungstherapie weitere
Fortschritte zu erzielen. Der Bereich der Weichgewebsnavigation wird
von Experten als ein Markt der Zukunft gesehen. Zusammen mit der
innovativen Technik der laparoskopischen Chirurgie ergibt sich hier ein
großes Potential, die gewonnen Ergebnisse kommerziell umzusetzen. Dabei soll in erster Linie
die Erfahrungen und die Kooperation mit der Firma Localite genutzt
werden, um den laparoskopieassistenten auf dem deutschen und
internationalen Markt einzubringen und zu etablieren.
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