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Die Hauptmotivation für das Projekt FUSION aus klinischer/chirurgischer Sicht resultiert aus der Problematik, präoperative Planungsergebnisse in den Operationssitus zu transferieren und diese in Einklang mit der intraoperativen Organdeformierung und atemabhängigen Bewegung zu registrieren. Mögliche Lösungen dieses Problems mittels technischer Innovationen wie Navigation, Registrierung, Image Fusion, Simulation existieren bereits in verschiedenen Stadien industrieller und wissenschaftlicher Entwicklung. Das Projekt FUSION integriert diese innovativen Techniken in den Operationssaal und erlaubt so dem Operateur weltweit erstmalig die intraoperative Navigation unter Berücksichtigung der Tumor-Resektionsgrenzen und vaskulären Strukturen anhand der präoperativen Planung. Hierzu sollen die präoperativen Planungsdaten mit der intraoperativen Navigation kombiniert werden, um so online Risikoanalysen durchführen zu können, die eine objektive Entscheidungsfindung ermöglichen. Die wichtigsten Teilschritte in der Entwicklung der technischen Komponenten werden am Organmodell der Leber und im Tiermodell evaluiert, um die notwendige Genauigkeit sicherzustellen und Erfahrung für einen späteren klinischen Einsatz zu sammeln. Die Implementierung der Navigation ist hierbei sowohl für die offene und laparoskopische Chirurgie als auch für interventionelle Ablationstechniken geplant.
Die wesentlichen Zielvorstellungen der beteiligten klinischen Partner in Bezug auf das Projekt FUSION sind:
• Steigerung der Rate von R0-Resektionen • Kombination von Resektion und interventionellen Verfahren • Verbesserung der Genauigkeit der interventionellen Tumorablation • Determinierung des funktionellen Leberrestvolumens in Bezug auf präoperative Planung und intraoperative Umsetzung bei Tumorresektion und Leberlebendspende (LDLT) • Reduktion des Zugangstraumas durch Implementierung der laparoskopischen Navigation • Evaluation aller Methoden im Tierexperiment • Multizentrische Evaluation der entwickelten Komponenten im Fusion-OR • Klinische Evaluation im Rahmen der prospektiv-randomisierten Studie ProNaviC in Zusammenarbeit mit dem CHIR-Net, Studienzentrum der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (SDGC), Heidelberg
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