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Grüner Tee: Was versteht man darunter?

Der Grüne Tee entsteht, genau wie der Schwarze Tee, aus der Teepflanze Camellia sinensis. Lediglich hinsichtlich Oxidation und Fermentierung ergeben sich beim Grüntee Unterschiede zum Schwarztee. Während der Schwarztee sehr lange fermentiert, verzichtet man beim Grüntee darauf komplett. Er ist schon seit dem sechsten Jahrhundert vor Christus bekannt und stammt ursprünglich aus China. Im Laufe der Zeit arbeitete man immer wieder an Verbesserungen der Zubereitung, so dass sich diese stetig weiter entwickelte. Die heutige Form der Zubereitung erreichte man erst in der Zeit der Ming-Dynastie, die von 1368 bis 1644 andauerte. In Europa kam der Grüne Tee dann ab dem 16. und 17. Jahrhundert auf.

Wie wird Grüner Tee hergestellt?

Wie eingangs erwähnt, verzichtet man bei der Herstellung von Grünem Tee auf die Fermentierung und Oxidation. Grüner Tee muss zwar ebenfalls welken, wird anschließend aber kurz erhitzt, so dass die Fermentation gar nicht erst einsetzen kann. Dadurch bleiben die enthaltenen Inhaltsstoffe eingeschlossen, so dass sie sich nicht umwandeln können, etwa in Aromastoffe.

Allerdings gibt es auch bei der Herstellung des Grünen Tees teilweise Unterschiede. So gibt es etwa den Sencha Tee, bei dessen Herstellung die Teeblätter gedämpft werden. Beim Lung Ching Tee dagegen werden sie in Pfannen geröstet.

Die Teeblätter werden im nächsten Schritt zusammengerollt und getrocknet, so dass das Wasser aus dem Teeblatt herausgezogen werden kann. Dieser Trocknungsvorgang erfolgt wahlweise in Öfen, an der Luft oder in der Sonne. Die Blätter können so geschmeidig bleiben und die Inhaltsstoffe werden beim Aufbrühen direkt ins Teewasser gegeben.

Inhaltsstoffe von Grünem Tee

Grüner Tee wird häufig als besonders gesund bezeichnet, aufgrund seiner vielfältigen Inhaltsstoffe. Zu diesen zählen neben dem Koffein auch Catechine. Sie sollen unter anderem Blutdruck und den Blutzucker regulieren können. Außerdem sagt man ihnen nach, dass sie Thrombose und Krebs vorbeugen können.

Außerdem sind Gerbstoffe im Grünen Tee enthalten. Sie sind unter anderem dafür geeignet, Magen und Darm zu beruhigen. Dabei handelt es sich genauer gesagt um die Tannine. Die Vitamine A, B und B2, sowie die Nährstoffe Kalium, Nickel, Phosphorsäure, Carotine, Zink, Fluorid, Magnesium, Kupfer und Calcium sind ebenfalls im Grünen Tee enthalten.

Ebenfalls von Bedeutung sind die sekundären Pflanzenstoffe im Grünen Tee. Zwar ist immer noch nicht eindeutig klar, wofür Pflanzen diese Stoffe benötigen, allerdings geht man davon aus, dass sie im Laufe der Zeit gebildet wurden, um die Pflanzen vor Fressfeinden, UV-Strahlung und Krankheiten zu schützen. Gleichzeitig dienen sie als Verdunstungsschutz und locken Bestäuber an.

Wie wirkt Grüner Tee?

Bei so vielen wertvollen Inhaltsstoffen kann der Grüne Tee natürlich auch positive Wirkungen mit sich bringen. Dabei unterscheidet er sich von klassischen Heilpflanzen durch die Gewinnung der Wirkstoffe. Diese müssen bei den meisten Heilpflanzen mittels Destillation aus der Pflanze extrahiert werden. Beim Grünen Tee reichen heißes Wasser und die passende Ziehzeit aus.

Der Grüne Tee enthält zudem Koffein, was ihn eher anregend als beruhigend macht. Die Inhaltsstoffe wirken sich unter anderem auf

  • Blutdruck,
  • Herz-Kreislauf-System,
  • zentrales Nervensystem,
  • Stoffwechsel,
  • Verdauung,
  • Immunsystem und
  • Blutreinigung aus.

Augen, Knochen und Zähne können ebenfalls von Grünem Tee profitieren. Somit kann der Grüne Tee in vielfältigen Varianten und bei zahllosen Erkrankungen eingesetzt werden. Allerdings wirkt er von Person zu Person verschieden.

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